Test: Schwalbe Marathon Almotion

Schwalbe Marathon Almotion – Der schnelle Tourenreifen

Der Schwalbe Marathon Almotion stellt die neueste Entwicklung des deutschen Herstellers dar und soll für einen Tourenreifen einen unheimlich geringen Rollwiderstand bieten, also leicht und schnell laufen. Nach rund 1000 Kilometern ziehe ich ein erstes Resümee.

Eindrücke vom Almotion

Erstaunlicherweise entscheidet auch die Optik eines Reifens ob ich ihn kaufe oder nicht. Der Marathon Almotion gefällt mir durch sein eher schwach ausgeprägtes Profil, welches auch einen Hinweis auf sein leises Abrollen versprechen mag. Als 26“ ist er auch nur in 2,15“ erhältlich (55×559) und ich mag sie einfach, die dicken Reifen. Warum? Sie fahren sich so schön komfortabel. Mit Ausnahme von meinem Fully verzichte ich völlig auf den Einsatz von Federelementen und da ist es doch schön, wenn die Reifen für ein wenig Komfort sorgen. Dem Gewicht hingegen ist es geschuldet, dass ich häufig auf dicke Reifen verzichte. Fahre ich sie dann aber doch mal, mag ich sie kaum noch missen.
Den Schwalbe Almotion fuhr ich auf seiner ersten Testfahrt mit dem vom Felgenhersteller maximal vorgesehenen Druck für Reifen dieser Größe, nämlich 3,3 Bar. Leise, leicht und geschmeidig läuft er mit diesem Druck. Vielleicht habe ich mich von der Werbung etwas beeinflussen lassen, aber besonders ist mir dessen Geschmeidigkeit aufgefallen – nicht nur bequem und komfortabel, sondern irgendwie anders als meine anderen Reifen vorher. Noch bequemer und noch komfortabler. Den Reifendruck senkte ich nach und nach auf die minimal empfohlenen 2 Bar. Selbst bei diesem geringen Druck fährt sich der Schwalbe Almotion flink, wobei man sein Gewicht von knapp 800g beim Beschleunigen spürt. Im Vergleich zu diversen Reifen mit vergleichbarem Volumen wird der Almotion bei geringem Druck in seinem Fahrverhalten nicht schwammig, sondern bleibt immer angenehm kontrolliert. Mit 2 Bar fahre ich ihn im Alltag, mit etwas über 3, wenn ich viel Gepäck auf dem Rad hab. Auch hier macht er eine exzellente Figur. Auf unserer letzten Tour durch Süddeutschland ließ ich den Druck, trotz Gepäck (mit mir und Rad ca. 115-120Kg), auf etwas über 2 Bar sinken. Erstaunlich stabil und durchschlagfest war er noch immer, wippte bei Schlägen nur ein wenig nach. Mehr Luft ist bei diesem Gewicht nicht unbedingt nötig, ist aber empfehlenswert.
Dass der Almotion kein Reifen für grobes Gelände ist, sieht man seinem Profil an. Auf festen Wegen ist er in seinem Element, feuchte Wiesen oder schlammige Wegabschnitte überfordern ihn jedoch. Hier bietet er weniger guten Halt, neigt zum Durchdrehen und hält nicht immer die Spur – nicht anders also, als andere Reifen mit vergleichbar schwachem Profil. Schotter mag er aufgrund seiner Breite recht gern und „schwimmt“ auch über tieferen ordentlich drüber.

Nach den ersten 1000 Kilometern ist der Reifen noch pannenfrei. Schwalbe hat ihn zwar eher auf Geschwindigkeit und Leichtlauf denn auf Pannenschutz ausgelegt, dennoch ist dieser wohl vergleichbar mit ähnlich hochwertigen Reifen des Herstellers (z.B. dem Marathon Supreme).

Erstes Fazit

Der Eindruck nach den ersten Kilometern ist durchweg sehr positiv. So gut sogar, dass ich auch manch anderes meiner Räder mit ihm ausstatten würde. Hiervon hält mich allerdings das Gewicht ab (im Fall der sehr leichten Königin) und allgemein der noch sehr gute Zustand meiner anderen Reifen. Und natürlich der stolze Preis von groben 50€ für einen Schwalbe Marathon Almotion – auch wenn man sie im Netz freilich günstiger findet.

Weitere Infos

Die verfügbaren Größen, Ausführungen und Details kannst Du auf der Seite von Schwalbe nachschlagen.

Schwalbe Marathon Almotion 2

 

 

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