bike2work zwischen Hanau und Frankfurt

Surly Troll bike2work

Bike2work – was denn sonst?

Jeden Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit. Jeden Tag über 50 Kilometer im Sattel. Warum bike2work und nicht etwa gemütlich2work?Seit Jahr und Tag nutzen Magda und ich nun schon das Rad für unsere Wege zur Arbeit. Als ich noch in Frankfurt gewohnt und gearbeitet hab, waren die Wege meist kurz. Teilweise fuhr ich zwar auch hier rund 13 Kilometer pro Richtung, aber schließlich sank meine Fahrleistung auf alberne sieben Kilometer pro Tag. Das änderte sich mit unserem Umzug nach Hanau Steinheim. Für viele mag das merkwürdig klingen, aber den nun wesentlich längeren Arbeitsweg habe ich mir herbeigesehnt. Warum? Ganz einfach, während der Hin- und Rückfahrt gehe ich meinem liebsten Hobby nach, denn noch immer nutze ich fast ausschließlich das Rad auf dem Weg zur Arbeit.

Warum bike2work?

Der Spaß und die Freude am Radfahren sind für mich maßgebliche Gründe fürs bike2work. Aber es spielen noch weitere rein. So bin ich, wenn ich am Arbeitsplatz ankomme, wach und frisch und auf dem Heimweg bekomme ich meinen Kopf frei und komme sehr entspannt heim. Zudem ist es der Gesundheit äußerst zuträglich, wesentlich günstiger als die Fahrten per Bahn oder Auto und nebenbei kann ich die Fahrtdauer besser einschätzen als mit anderen Verkehrsmitteln. Für die 24 Kilometer Hinweg brauche ich ziemlich genau 55 Minuten Stunde und für die knapp 28 Kilometer Rückweg ziemlich genau… 55 Minuten. Für die Hinfahrt nehme ich nämlich die kürzere Strecke durch die Stadt und für den Rückweg, wo ich mehr Gas gebe weil ich schwitzen kann, die landschaftlich schönere Strecke. Schön bedeutet hier, dass ich von der Friedensbrück in Frankfurt bis hin zum Maintor in Steinheim komplett den Fahrradweg befahren kann. Ein klasse Arbeitsweg!

Planet X Kaffenback bike2workPlanet X Kaffenback bike2work

Mit meinem Planet X Kaffenback fahre ich tierisch gern bike2work.

Nervige Radfahrer, Tunnelblickfußgänger

Etwas anstrengend sind stets nur die… nein, nicht die Autofahrer, sondern die Radfahrer und Fußgänger, die die Frankfurter Mainpromenade vor allem im Sommer verstopfen (ohje, bin ich dann ein Teil davon?) und gern durcheinanderwuseln wie eine Klasse Vorschulkinder beim Fangenspiel und denen Begriffe wie „aufpassen“, „Rücksichtnahme“ und „Vernunft“ Fremdwörter zu sein scheinen. Ärgerlich sind auch die gelegentlichen Glasscherbenfelder auf dem Weg. Meine Schwalbe Marathon Supreme haben aber auch nach rund 7500Km noch nichts durchgelassen.

bike2work & das Wetter

Grob gerechnet fahre ich 50 Kilometer am Tag und damit 250 Kilometer pro Woche. Das Rad lasse ich fast nur daheim, wenn es auf dem Hinweg regnet. Insgesamt komme ich damit auf eine Jahresleistung von rund 7000 Kilometern, die ich im vergangenen Jahr vor allem auf meinem Rose Pro DX zurücklegte, nun auf meinen Planet X Kaffenback und London Road, ab und an purpe ich aber auch. Tja, der Regen. Den finde ich eigentlich gar nicht so schlimm, zumindest wenn ich anschließend heiß duschen kann. Alternativ könnte ich mich auch in meinem Regenpanzer verstecken. Regenjacke, Regenhose und Gamaschen. Das mag ich aber nicht. Da fahre ich dann doch lieber mal mit dem Wagen. Ansonsten ist mir das Wetter egal, sofern der Schnee nicht so fies liegt, dass ich kaum durchkomme. Kälte? Ich bewege mich doch und kann mich passend kleiden…

Die Alternativen zum bike2work

Wieso bike2work, wenn es mit der Bahn oder dem Auto doch viel schneller geht? Geht es ja (bei mir!) gar nicht, das ist ja der Witz daran. Zur Bahn und von der Bahn zur Arbeit muss ich erst einmal kommen, was mit dem Rad oder dem Bus jeweils ein paar Minuten dauert. Die S-Bahn gibt zwar richtig Gas, aber irgendwann muss ich leider umsteigen und das Warten auf die nächste Bahn kostet zum Teil richtig Zeit. Kurz: mit der Bahn brauche ich etwa genauso lang, wie mit dem Rad – zumindest wenn sie pünktlich ist und darauf kann man die letzte Zeit überhaupt nicht zählen. Außerdem zahle ich dafür auch ganz grobe 150€ für ein Monatsticket!

Mit dem Auto ist es nur scheinbar billiger, dann nämlich, wenn man lediglich die Benzinkosten berücksichtigt. Und bin ich mit dem Wagen schneller? Hmm. Zum Auto muss ich fünf Minuten laufen. Wenn ich dann mal wirklich keinen Stau auf der A3 haben sollte, geht es echt recht schnell. Aber leider hab ich meistens Stau wenn ich das Auto nutze. Bin ich dann an der Arbeit angekommen, beginnt allmorgendliche Parkplatzsuchen. Das gebe ich häufig auf, parke weiter weg und laufe stattdessen noch fünf bis zehn Minuten. Zeit bis zur Arbeit? Alles in allem üblicherweise zwischen 50 und 70 Minuten. Für den Rückweg hab ich auch schon zwei Stunden benötigt. Spaß macht mir das keinen und Autofahren finde ich eh langweilig. Stop-and-go macht das Ganze nicht spannender.

Biketowork ist für mich schlicht alternativlos und die tägliche Möglichkeit mein Hobby, Training, und geistige Entspannung mit der Familie in Einklang zu bringen.

Fährst Du schon mit? Wie kommst Du zu Arbeit/Schule/Uni? Wie bewegst Du Dich im Alltag? Hinterlasse mir das doch gern in den Kommentaren.

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