Brooks Challenge im Test. Review der kernigen Radtasche.

Brooks Challenge

Brooks Challenge – die geräumige Satteltasche aus Leder

Eine kleine Satteltasche eignet sich gut zum Verstauen von Kleinigkeiten, die man auf einer kurzen Tour benötigt und kann auch auf großen Touren ein praktischer Platzlieferant für Werkzeug udgl. sein. In Kombination mit Kernledersätteln kommen aus stilistischem Grund eigentlich nur Ledertaschen und vielleicht noch Canvas-Taschen in Frage. Die Brooks Challenge bietet sich durch ihre elegante Optik an. Radundfuss.de klärt, was man von der Satteltasche (bzw. Lenkertasche) erwarten kann und was sie taugt.

Brooks Challenge

Brooks Challenge in large. Die Verarbeitung ist traumhaft!

Details der Brooks Challenge

Die Brooks Challenge gibt es in zwei Größen, wovon ich die größere mein Eigen nenne. Das „L“ trifft bei der Tasche gut zu, denn in der Breite überragt sie meinen Brooks B17 Imperial und bietet auch sonst recht ordentliche Maße. Die Befestigung erfolgt mittels zweier sehr solider Lederriemen, die durch die entsprechenden Sattelösen und dann in die Satteltasche geführt werden – der Verschluss liegt nämlich innen. Das schaut nicht nur gut aus, es funktioniert auch gut. Eine interessante Lösung wurde auch für den Deckelverschluss gefunden. Hier verläuft der entsprechende Lederriemen einmal innen um die Tasche herum, dann durch die Tasche und den Deckel und schließlich durch die Schließe. Zieht man ihn nun stramm, zieht sich er sich im Inneren quasi zusammen und komprimiert den Tascheninhalt, damit dieser weniger klappern kann. Eine gute und elegante Lösung und gepaart mit einer herausragenden Material- und Verarbeitungsqualität, die man lang bewundern möchte.
Brooks liefert als Außenmaße: 210x70x110mm (BxTxH) und ein Volumen von 1,5 Litern.

Die Brooks Challenge in der Praxis

Die große Challenge kann ein nicht allzu üppiges Tagesgepäck aufnehmen: Portemonnaie, Schlüssel, Notfallwerkzeug, Müsliriegel – halt je nachdem, wie viel man wovon einpackt und wie voluminös die Teile sind. Eine leichte Volumenminimierung erfährt die Tasche durch die inneren Schnallen, aber das ist zu verschmerzen. Apropos Schnallen. Eine solche schließt die Tasche sicher zu. Bei meiner Edelrose Satteltasche (Roseversand) finden sich zwar auch entsprechende Schnallen, dort dienen sie aber auch nur der Größeneinstellung. Geschlossen wird über einen Magnetverschluss. Das geht zwar zackig, ist aber bei einer vollen Tasche alles andere als sicher. Von daher geht Brooks hier den traditionellen und sicherlich sinnvolleren Weg.
Langfingerfaktor: Die Tasche lässt sich einigermaßen leicht ab und wieder dran machen, aber das wird man sich dennoch nicht ständig antun wollen. Das ist beim Kauf der Brooks Challenge zu bedenken, zumal man sie unterwegs ja auch mit Inhalt füllt und ein geneigter Langfinger möglicherweise auch mal eine Brooks haben mag, während der treugläubige Eigentümer nur mal schnell Apfelschorlennachschub aus dem Supermarkt holt. Dieser Nachteil schränkt die Alltagstauglichkeit ein.

Fazit

Die Brooks Challenge ist eine wunderschöne Sattelt- oder Lenkertasche zu einem gehobenen Preis (ca. 100€), aber wer Wert auf klassisches Design seines Rads legt und Freude an toller Verarbeitung hat, für den ist die Brooks Challenge eine Überlegung wert.

Produkt Brooks Challenge
Kaufen 85€ (62,30€, Preis vom 30.03.2016)
Weiterführende Infos Herstellerlink
Spontane Assoziation edel, tolle Verarbeitung, geräumig
Einsatzbereich Radreisen, Alltag, Tour
Bewertung (9 / 10)

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